TU WIEN Institut für Örtliche Raumplanung · Andreas Voigt · Hans Peter Walchhofer
Kommunale Informationssysteme 268.620 UE · Klara Brandl · Natalie Glas


 
              
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Abfallerfassung - Wozu?

 

Planung
Um abfallwirtschaftliche Trends rechtzeitig erkennen zu können, ist eine systematische Erfassung von Daten über Art, Menge und Herkunft der anfallenden Abfälle sowie deren Entsorgung über einen längeren Zeitraum hin erforderlich. Mit diesen Informationen kann dann z.B. der Bedarf an zusätzlichen Entsorgungseinrichtungen abgeschätzt oder die Notwendigkeit erkannt werden, für einen bestimmten Abfallstrom besondere Vermeidungsanreize zu setzen.
 
Kontrolle
Die Abfallwirtschaft ist in ein umfangreiches Regelwerk eingebettet, in dem Rechte und Verpflichtungen aller an der Abfallwirtschaft Beteiligten festgelegt sind. Um nur einige Beispiele zu nennen: Sammler und Behandler gefährlicher Abfälle müssen die für ihre Tätigkeit erforderlichen fachlichen Fähigkeiten und Kenntnisse nachweisen, Deponien dürfen nur bestimmte Abfallarten bzw. bestimmte Abfallqualitäten für die Ablagerung übernehmen. Aktuelle und rasch verfügbare Daten über Art, Menge, Herkunft und Verbleib der Abfälle sind ein wichtiges Hilfsmittel für die Kontrolle der Einhaltung dieser Bestimmungen.
Die Nachvollziehung der Abfallströme von der Abfallproduktion über eine allfällige Vorbehandlung zur Verwertung bzw. Endbehandlung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt der Abfallkontrolle. Voraussetzung dafür ist das Vorliegen zuverlässiger Abfalldaten.
 
Grundlage für die Evaluierung von gesetzlichen Regelungen
In den letzten Jahren ist eine Reihe neuer gesetzlicher Regelungen für die Abfallwirtschaft in Kraft getreten (Verpackungsverordnung, Kühlgeräteverordnung, Deponieverordnung, usw.). Um die Auswirkungen dieser Verordnungen überprüfen zu können, insbesondere ob die gesetzten Ziele erreicht wurden, sind unter anderem statistisch auswertbare Abfalldaten notwendig.
 
Nicht-abfallwirtschaftliche Fragestellungen
Die Frage nach Abfalldaten wird auch in anderen Zusammenhängen, die nicht direkt mit abfallwirtschaftlichen Fragestellungen zu tun haben, gestellt. Ein Beispiel dazu ist die seit einigen Jahren intensiv geführte Diskussion um eine Ökologisierung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Diese führte inzwischen zu einer Reihe von Konzeptarbeiten, Fallstudien und Praxisprojekten, die alle das Ziel verfolgen, bessere Informationen über die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Wirtschaft zur Verfügung zu stellen.
 
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Klara Brandl   Natalie Glas