TU WIEN Institut für Örtliche Raumplanung · Andreas Voigt · Hans Peter Walchhofer |
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Abfallwirtschaftliche Informationssysteme
Der folgende Beitrag gibt einen Überblick zum aktuellen Stand der Abfallerfassung in Österreich, zu bestehenden Meldeverpflichtungen über Abfalldaten und deren gesetzlichen Grundlagen. Er enthält eine kurze Darstellung der jeweiligen Erfassungssysteme bzw. Links dorthin.
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| Abfalldatenverbund Das Abfallerfassungssystem, das in Österreich auf die längste Funktionsdauer zurückblicken kann, ist der Abfalldatenverbund zur Kontrolle gefährlicher Abfälle. Die Begleitscheinpflicht für gefährliche Abfälle besteht zwar seit dem Jahr 1984, der Abfalldatenverbund als bundesweites Insutrument zur Erfassung und Verarbeitung der Daten wurde jedoch erst im Jahr 1990 durch das Abfallwirtschaftsgesetz (BGBl. Nr. 325/1990) eingerichtet: "Der Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie hat ... beim Umweltbundesamt einen Datenverbund zur Kontrolle von Art, Menge, Herkunft und Verbleib der gefährlichen Abfälle einzurichten." (§ 38 Abs.1 AWG)
Datenbasis
Publikationen von Daten aus dem Abfalldatenverbund |
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| Meldeverpflichtungen, die in Landesgesetzen festgelegt sind
Daß die Datenerfassung und -aufbereitung auf Gemeinde-Ebene aufgrund der sowohl technisch als auch personell stark differierenden Ausstattungen der einzelnen Gemeinden besonders schwierig zu koordinieren ist, liegt auf der Hand. Die Steiermark wagt sozusagen als erstes Bundesland den Vorstoß in Richtung eines Online-Erfassungssystems, das die bisherigen Papierformulare und somit auch jegliche "Zettelwirtschaft" überflüssig macht: "AWIS" - so heißt das Abfallwirtschaftliche Informationssystem der Steiermark - das im Grunde genommen 4 Aufgaben erfüllt:
Ein weiterer Teil des "AWIS" ist die Abfallerhebung Online, die gemeinsam mit der TU Wien entwickelt wurde. Aus EDV-Sicht ist das "AWIS" ein WWW-Server mit Datenbankschnittstelle: Der Benutzer kann über WWW-Seiten Informationen in Berichtsform (z.B. zu Themen wie Umweltschutzbericht, Altstoffsammelmengen) erhalten, kann aber auch interaktive Abfragen (z.B. zu Sammlung, Trennung, Entsorgung von Abfällen) an den "AWIS"-Server richten.
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| Anlagendatenbank enthält Informationen betreffend Abfallbehandlungsanlagen, wird voraussichtlich im Sommer 1998 via Internet zugänglich sein. |
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| Altlastenatlas und Verdachtsflächenkataster Entsprechend den Bestimmungen des Altlastensanierungsgesetzes sind am Umweltbundesamt der Verdachtsflächenkataster und der Altlastenatlas zu führen. Der Verdachtsflächenkataster umfaßt alle im Rahmen des Altlastensanierungsgesetzes gemeldeten Altablagerungen und Altstandorte, bei denen aufgrund der früheren Nutzungsformen eine erhebliche Gefährdung für die Menschen oder die Umwelt ausgehen kann. Der Altlastenatlas enthält jene Flächen, bei denen durch Untersuchungen festgestellt wurde, daß eine erhebliche Gefährdung für die Gesundheit der Menschen oder die Umwelt ausgeht. Es ist davon auszugehen, daß in Österreich circa 80.000 Verdachtsflächen existieren. Die in den Verdachtsflächenmeldungen enthaltenen Daten werden EDV-mäßig erfaßt und in einer Text- und einer Graphikdatenbank gespeichert. Die Daten werden einer fachlichen und einer EDV-technischen Kontrolle unterzogen. Die Informationen des Verdachtsflächenkatasters dienen als Grundlage für die Erstabschätzung des Gefährdungspotentials, ausgehend von den Verdachtsflächen. |
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| RecyclingBörsen Primäres Ziel von RecyclingBörsen ist natürlich die Wiederverwertung von Abfällen und somit die Verringerung des Abfallaufkommens insgesamt. Geplant sind in Wien unter anderem folgende Recycling- bzw. "Second-Hand-Börsen":
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Klara Brandl Natalie Glas |
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